Portfolio > DER WEG ZURÜCK NACH DENNIS KELLLY 2023 / SHORTLIST SCHWEIZER THEATERTREFFEN 2024

SHORTLIST SCHWEIZER THEATERTREFFEN 2024
WINKELWIESE ZÜRICH; KELLERTHEATER WINTERTHUR
ENTSTANDEN IM RAHMEN DES REGIE-FÖRDERPROGRAMMS NEXT STEP

PRESS:

https://journees-theatre-suisse.ch/de/archives/spectacles-2024/?tag=5-shortlist
https://www.zhdk.ch/meldung/regiestudentin-auf-der-shortlist-7335

MIT: HANNA EICHEL, LUKAS WALDVOGEL, SAM GNÄGI
TEXT: DENNIS KELLY
REGIE: PAULA LYNN BREUER
AUSSTATTUNG: MARIANA VIEIRA GRÜNIG, LILLI UNGER
SOUND: ROBERT BOHNE
ASSISTENZ: SAM GNÄGI
AUFFÜHRUNGSRECHTE: ROWOHLT-THEATERVERLAG

Universitäten werden gestürmt, TV-Studios in Brand gesetzt, Wirtschaftsbosse entführt. Flächendeckend entlädt sich die Wut der Bürger auf die alten Institutionen. Denn Fortschritt, Technologie und Wissenschaft haben die Menschheit an den Rand des Abgrunds geführt, politische und soziale Ungleichheit verstärkt und die Umwelt zerstört. Eine neue Bewegung ist entstanden und erhält breiten Zulauf: die Regression. Sie richtet sich gegen die Ausbeutung der Natur, Genmanipulation, den Einsatz von Antibiotika oder Handystrahlung. Nichtwissen wird zum Segen, und auch die Sprache soll wieder einfach und verständlich werden. Dass für die Rückbesinnung auf das Wesentliche auch Opfer gebracht werden müssen, ist leider unvermeidlich.

Rationalität mischt sich mit Esoterik, berechtigter Protest mit Propaganda, Widerstand geht in Totalitarismus über. Der Weg zurück ist angewandte, hochtheatrale Dialektik im Spannungsfeld der Frage, ob der Mensch ein natürliches oder ein kulturelles Wesen ist – und vor allem, wie er mit seinen Entdeckungen und Erfindungen praktisch umgeht.
Ist Geschichte letztlich ein ewiger Kreislauf, eine Pendelbewegung zwischen Revolution und Reaktion? Folgt jeder Bewegung eine Gegenbewegung, und ist diese in vielen Fällen durch persönliche Erfahrungen und Verluste motiviert? Sind wir als Menschheit wirklich gefangen in diesem Wechsel zwischen gesellschaftlichen Errungenschaften und rückwärtsgewandten Bestrebungen? Wie können wir empathisch und differenziert Entscheidungen treffen in einer Welt, die uns zu überfordern scheint? Wie können wir gemeinsam einen Weg finden, der uns nicht im Kreis führt? Und gibt es einen Ort der Sicherheit für jeden von uns?